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Rammelsberg - Geschichte des Bergbaus

Die Geschichte des Rammelsberg ist Grund genug einmal nach Goslar zu fahren. Das UNESCO-Welterbeobjekt bietet so viel Information und Sehenswertes, dass man gut und gerne einen Tag einplanen sollte. Auch so wird man nur einen Teil der Ausstellungen und Gebäude sehen können.

 

Aber auch für Fotografen gibt es hier eine Menge Möglichkeiten Bildideen zu verwirklichen. 


 

Viele bekannte Architekturfotografen haben das Gebäudeensemble bereits in den 30 und 40 Jahren des letzten Jahrhunderts fotografiert. Einige Ausstellungen ihrer Fotos sind in den Räumen des Museums zu sehen.

Im Rahmen einer Fotoexkursion des Fotoclubs "Reflexion90" haben wir im Herbst 2019 den Rammelsberg besucht und fotografiert. Für mich eine Herausforderung. Am Anfang stand die Frage: "Was will ich fotografieren?" Hier bieten sich eine Menge von Motive sowohl Unter- als auch Übertage an. Allein das Kraftwerk aus dem Jahr 1905/1906 kann als Motiv und Kulisse eine Fotografen einen Tag beschäftigen.

Die Fülle an Details die in verschiedenen Sichtachsen und Lichtsituationen zu sehen sind, machen es schwer sich zu fokussieren und Motive auszuwählen. 

Nicht öffnen, Gefahr!

Bei diesem Besuch konzentriere ich mich auf die überirdischen Industrieanlagen der Erzgewinnung. In einer kaskadenförmigen Anordnung werden in verschiedenen Industriehallen, die Erze in ihre Bestandteile zerlegt und am Ende konzentriert, verladen und abtransportiert.

Auch hier dominieren Symmetrien, Perspektiven und Licht meine Bilder.

Der Lärm in dieser Anlage muss enorm gewesen sein.



Die Industrieanlagen sind in ihrem Originalzustand erhalten. Theoretisch könnten sie auf Knopfdruck die Arbeit wieder aufnehmen. Praktisch ist der Erzabbau eingestellt und die Schächte bis auf ein paar Stollen oberhalb des Grundwasserspiegels geflutet. Hier wird sicher niewieder Erz gewonnen und verarbeitet. 3000 Jahre Bergbau kann man hier kennenlernen und fotografieren.

In vielem Bereichen hat man geradezu das Gefühl, dass die Arbeiter nur kurz zur Pause sind.

Kein Bergwerk ohne "Kaue". Hier haben die Bergleute ihre Kleidung getauscht. In der Weißkaue hingen die Zivilsachen und über die Duschen kam man in die Schwarzkaue.

Hier hing die traditionelle Bergwerkskleidung an Ketten unter die Decke gezogen. 

Hier ein Foto aus der Weißkaue.

 

Unten ein Bild aus der Dusche.


Zum Schluss werde ich noch ein paar Bilder in eine Galerie packen. Ich hoffe der Einblick in meine Fotoreise macht Lust auf mehr. Goslar mit dem Rammelsberg lädt ein...

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